PHILOSOPHIE
Schweizer Zuverlässigkeit für die Profis der Schmuckbranche
Starke Grundsätze als Erfolgsbasis
Wir verstehen uns als Dienstleisterin für die Schweizer Schmuckbranche. In diesem Umfeld Verantwortung zu übernehmen, ist für uns eine Selbstverständlichkeit.
Dem Goldschmiedehandwerk verpflichtet
Unsere Branche liegt uns am Herzen. Wir setzen uns ein für die Förderung des Nachwuchses, führen das mit Abstand grösste Halbzeuglager der Schweiz und sind bemüht, mit Innovationen Akzente zu setzen.
Die Kundschaft im Mittelpunkt
Wir ermöglichen flexibles Schmuck-Schaffen. Was Sie heute bestellen, bringt Ihnen die Post morgen. Ohne Kleinmengenzuschlag, ohne Mindestmenge. Ein Gramm oder zwei Kilogramm – wir haben es. So ersparen wir unseren Kundinnen und Kunden hohe Lager- und Versicherungskosten. Bahnt sich ein neuer Trend oder ein neues Bedürfnis an, erweitern wir unser Sortiment damit.
Sorge tragen zu Mensch und Umwelt
Unsere Recyclinganlagen gehören zu den modernsten in Europa. So ist beispielsweise die umweltschonende Filterung der Abluft für uns eine Selbstverständlichkeit – auch bei den Gekrätzöfen. Unsere hohen Standards in Ökologie und Ethik wurden 2025 durch die RJC-Zertifizierung bestätigt.
Sicherheit zuerst
Das Vertrauen unserer Kundschaft ist im wahrsten Sinne Gold wert. Unsere 2010 neu erbauten Geschäftsräume erfüllen die höchsten Sicherheitsstandards. Sämtliche Wertsachen in unserer Obhut sind 100% versichert. Warenverschiebungen erfolgen durch professionelle Werttransporte.
Solide Basis
In mehr als 30 Jahren Firmengeschichte hat die Besitzerfamilie Gyr alle Gewinne vollständig in der Firma belassen. Die dadurch gewonnene Kapitalstärke schafft viel Sicherheit und Vertrauen – genau wie der konsequente Verzicht auf Spekulationen jeglicher Art. Im Edelmetall-Recycling stehen Transparenz und Ehrlichkeit an erster Stelle.
Klein. Aber nicht in der Leistung.
Wir sind ein Kleinbetrieb, und das ist gut so. Unsere 18 Mitarbeitenden in Baar sind bemüht, den Anliegen und Bedürfnissen unserer Kundschaft mit einem offenen Ohr und einer grossen Portion Flexibilität zu begegnen. Obwohl unsere Dienstleistungen auf Kleinmengen zugeschnitten sind, erfolgt die gesamte Abwicklung zu Konditionen, wie sie sonst bei Volumengeschäften üblich sind.

Der Verwaltungsrat der Gyr Edelmetalle AG
Als Familienunternehmen legen wir in der strategischen Führung grössten Wert auf branchenrelevantes Wissen und Erfahrung. Lernen Sie hier die Mitglieder unseres Verwaltungsrates kennen.
Walter Berchtold
Präsident
Walter Berchtold war bis zu seinem Ruhestand im Januar 2013 Bereichsleiter Finanz- und Risikomanagement sowie Mitglied der Konzernleitung der Aargauischen Kantonalbank.
Zusätzlich wirkte er ab September 2008 als stellvertretender Direktionspräsident der AKB. Davor war Herr Berchtold in verschiedenen Funktionen bei einer renommierten Revisionsgesellschaft sowie bei national und international operierenden Banken als Wirtschaftsprüfer tätig.
Jean-Christophe Gyr
Vizepräsident, Inhaber
Jean-Christophe Gyr machte eine Banklehre bei der Bank Hofmann AG in Zürich. Nach seinem BWL-Studium lancierte er seine berufliche Laufbahn als Exportverantwortlicher bei der Georg Fischer AG in Schaffhausen.
Als Finanz- und Administrationsleiter von Ciba Geigy arbeitete er 5 Jahre in Teheran, bevor er Marketingleiter bei Johnson & Matthey & Brandenberger AG in Zürich wurde. 1993 wagte er den Schritt in die Selbständigkeit und gründete die Einzelfirma Jean-Christophe Gyr, Edelmetalle.
Laila Gyr
Mitglied
Dr. med. Laila Gyr vereint die Sicht einer Aussenstehenden mit jener der Eigentümerfamilie und trägt ebenfalls ihren Teil zur Stetigkeit unserer Firma bei.
Frau Gyr ist Assistenzärztin in einer psychiatrischen Klinik. Sie hat nebst ihrer medizinischen Ausbildung auch ein Wirtschaftsstudium an der Universität Zürich absolviert und verfügt über den entsprechenden MBA.
Yves Thomann
Mitglied
Yves Thomann hat seine berufliche Laufbahn in der Westschweiz als Goldschmied angefangen und danach 8 Jahre in Asien als Produktionsleiter und Geschäftsführer in der Schmuckherstellung gearbeitet. Auf 10 Jahre bei Golay in Lausanne folgten 5 Jahre im Edelmetallrecycling.
Weiterbildungen im Bereich Marketing an der SAWI und Leadership an der IMD in Lausanne runden sein Profil ab. Herr Thomann hat ein umfassendes Know-how in der Edelmetallverarbeitung, vom Recycling bis zum fertigen Produkt.
Hans Merz
Mitglied
Hans Merz hat fast sein ganzes Berufsleben in der Finanzindustrie verbracht. Er gründete 1989 in Zürich eine Vermögensberatungsgesellschaft, die in den Bereichen Vermögensverwaltung und Wertschriftenhandel aktiv war. Nach dem Verkauf der Firma im Jahr 1996 war er drei weitere Jahre als deren Geschäftsführer tätig.
Anschliessend begann Herr Merz seine Laufbahn bei der UBS. Er startete als Stabsmitarbeiter und wurde bald darauf mit dem Aufbau des Bereichs „Financial Intermediaries“ für den Mittleren Osten und Afrika betraut. Von 2006 bis 2015 betreute Hans Merz als Senior Advisor UHNW-Kunden und Family Offices.
Ramineh Gyr
Mitglied
Ramineh Gyr sorgt für Kontinuität in unserem Familienunternehmen. Nachdem sie bereits bei Projekten wie Gyrstones.com mitwirkte, nimmt sie heute im Verwaltungsrat Einsitz.
Frau Gyr ist hauptberuflich Mathematiklehrerin und hat an der Universität Zürich den entsprechenden Mastertitel erworben. Am renommierten Gemological Institute of America hat sie zudem die Ausbildung zur Gemmologin absolviert. Dank Ramineh Gyrs Engagement bei der Gyr Edelmetalle AG stellen wir sicher, dass das nötige Know-how für unsere aussergewöhnliche Branche bei der Besitzerfamilie erhalten bleibt.
Unternehmensgeschichte
Die Geschichte der Gyr Edelmetalle AG wurde geprägt durch kreative Ideen und Aktionen von Firmengründer Jean-Christophe Gyr.
Ein kleiner Rückblick auf die Geschäftsjahre im Dienste der Schweizer Schmuckbranche.
Geschäftsberichte
Das Veröffentlichen von Geschäftsberichten hat bei der Gyr Edelmetalle AG Tradition: Seit 1994 und der damaligen Umwandlung in eine Aktiengesellschaft informiert unsere Firmenleitung regelmässig über Aktivitäten und Geschäftsverlauf.
Die Gyr Edelmetalle AG blickt auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurück. Die Erträge konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.
Im Werkstoffgeschäft konnte die Gyr Edelmetalle AG im vergangenen Geschäftsjahr ein leichtes Wachstum generieren. Dabei spielte den Verantwortlichen in die Hand, dass sich einerseits ein Mitbewerber aus dem Halbzeug-Geschäft zurückzog, andererseits die Mengenkonsolidierung der Grossindustrie dazu führte, dass Abnehmer aus anderen Branchen vermehrt industrielle Kleinmengen-Bestellungen tätigten. Dieser Umstand hilft mit, den Rückgang auf Grund demographischer Veränderungen im Goldschmiede-Atelierbereich zu kompensieren.
Das Recyclinggeschäft wurde durch die kontinuierlich steigenden Edelmetallnotierungen belebt. Die Anzahl der Scheidgutaufträge nahm deutlich zu. Im Gegenzug dazu haben sich mit der Wertsteigerung der Metalle auch die Vorfinanzierungskosten pro Auftrag erheblich erhöht. Die Energiekosten für Strom und Gas sind in der Schmelzerei im süddeutschen Keltern deutlich höher als in der Schweiz. Auch dieser Umstand hat zu höheren Betriebskosten geführt.
Kundenmetalle abgedeckt
Durch die höheren Edelmetall-Notierungen per Ende März stieg auch der Wert des Lagers erheblich an, was zu einem höheren Eigenkapital führte. Mit den Lagerbeständen und Guthaben bei den Banken und Lieferanten, werden die Kundenmetalle mehr als ausreichend abgedeckt. Durch den Fokus auf das Kleinmengengeschäft und eine konservative Geschäftspolitik werden Klumpenrisiken vermieden.
Die Gyr Edelmetalle AG wird auch künftig in Familienbesitz bleiben. Die Firma wurde vor dreissig Jahren von Jean-Christophe Gyr gegründet. Seit gut zehn Jahren sind die beiden Töchter als Mitglieder des Verwaltungsrates aktiv und stellen die Kontinuität des Unternehmens sicher. Dabei werden sie von Christoph Minder unterstützt, der seit einem Jahr als Geschäftsführer für die Firma verantwortlich ist. Davor war er 14 Jahre als operativer Leiter im Unternehmen tätig. Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung blicken mit Zuversicht auf das neue Geschäftsjahr.
Die Gyr Edelmetalle AG verzeichnete trotz geringerer Auftragszahlen ein Umsatzplus und einen Gewinnanstieg. Eine konservative Geschäftspolitik bestärkt den optimistischen Ausblick ins neue Geschäftsjahr.
Die Bruttoerträge der Gyr Edelmetalle AG stiegen im per Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr von 6,4 auf 7,1 Millionen Franken, was einem unerwarteten Wachstum von 11 Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu, sanken die Auftragspositionen um vier Prozent auf 40'545. Die Anzahl Halbzeug-, Ring- und Gusspositionen sanken von 38'923 auf 36'875, was einem Rückgang von 5,3 Prozent entspricht. Daraus ergab sich eine Bruttomarge von 2,32 Millionen Franken. Die leichte Erhöhung der Bruttomarge von 2,2 Prozent bei gesunkener Auftragszahl widerspiegelt unter anderem die gestiegene Anzahl an Sonderanfertigungen für verschiedene industrielle Abnehmer.
Die Bruttomarge für Recycling-Dienstleistungen sank von 0,98 auf 0,93 Millionen Franken. Die im März feststellbaren, höheren Edelmetallnotierungen, hatten noch keinen Einfluss auf das Ergebnis, obwohl der Scheidgut-Eingang um 7,8 Prozent auf 3548 Altgold-Aufträge gestiegen war.
Edelmetallkurse wirken sich positiv aus
Beim Edelmetallhandel ergab sich dank der hohen Vorfinanzierungen im ersten Quartal dieses Jahres eine Steigerung von 1,16 auf 1,56 Millionen Franken. Die Anzahl ausgelieferter Alliance-Ringe blieb unter den Erwartungen. Die entsprechende Bruttomarge halbierte sich auf 0,09 Millionen Franken. Die übrigen Erträge stiegen um 6,5 Prozent auf 2,15 Millionen Franken. Der Reingewinn stieg um erfreuliche 13,2 Prozent. Dank der höheren Notierungen per Ende März stieg die Bewertung des Lagers massiv an, was unweigerlich zu einem höheren Eigenkapital inklusive stiller Reserven führte.
Die Gyr Edelmetalle AG verfügt über eine hohe Liquidität und genügend Kreditlinien bei den Banken, um jedem Kundenwunsch entsprechen zu können. Klumpenrisiken bestehen keine. Alle Kundenmetalle sind durch die Lagerbestände und Guthaben bei den Banken und Lieferanten zu 200 Prozent gedeckt. Die Firma wird ihre konservative Geschäftspolitik auch unter dem neuen Geschäftsführer Christoph Minder, der seit 2010 in der Firma tätig ist, weiterführen. Die Gyr Edelmetalle AG soll langfristig in der Familie bleiben. Um die Kontinuität und das Knowhow sicherzustellen sind die beiden Töchter schon seit zehn Jahren Mitglieder des Verwaltungsrates.
Firma und Verwaltungsrat blicken mit Zuversicht auf das aktuelle Geschäftsjahr. Die Verantwortlichen hoffen, die sinkenden Kundenzahlen mit den Recycling-Dienstleistungen, Rohling-Lieferungen und sonstigen Erträgen kompensieren zu können. Erträge und der Gewinn werden auf Vorjahresniveau erwartet.
Der Markt ist am Schrumpfen. Trotzdem konnte die Gyr Edelmetalle AG die Bruttoerträge steigern. Dies hat auch mit den höherwertigen Produkten zu tun.
Die Bruttoerträge der Gyr Edelmetalle AG stiegen trotz schrumpfendem Markt im vergangenen Geschäftsjahr, das Ende März abgeschlossen wurde, von 6,3 auf 6,4 Millionen Franken. Dies entspricht einer Steigerung von 1,3 Prozent. Die Anzahl abgewickelter Auftragspositionen sank um 3,8 Prozent auf 42'696, was in etwa dem Niveau von vor den Covid-Lockdowns entspricht.
Mit Halbzeugen, Güssen und Rohlingen wurden im Geschäftsjahr 2022 mit 38'926 Positionen 2,26 Millionen Franken Bruttoertrag generiert. Dies bedeutet ein Rückgang von 4,1 Prozent bei den Artikelpositionen und 0,1 Prozent beim Bruttoertrag. Die Recycling-Erträge stiegen dank grösserer Mengen pro Auftrag von 0,64 auf 0,68 Millionen Franken, das einem Wachstum von 6,5 Prozent entspricht. Die Scheidgut-Aufträge blieben mit 3347 fast unverändert. Die höheren Edelmetallnotierungen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf die eingegangenen Altgold- und Altsilbermengen.
Gleich viele Alliance-Ringe
Die Anzahl verkaufter Alliance-Ringe stagnierten auf dem Vorjahresniveau. Es konnte mit den Verkäufen eine Bruttomarge von 0,15 Millionen Franken generiert werden. Die Erträge aus dem An- und Verkauf von Edelmetallen stiegen um 11 Prozent auf 1,16 Millionen Franken. Da im abgelaufenen Berichtsjahr keine ausserordentlichen Erträge oder Kosten anfielen und nicht alle Marketing- und Personalprojekte realisiert werden konnten, fiel der Gewinn etwas höher aus.
Wie in den Vorjahren verfügt die Gyr Edelmetalle AG über eine sehr hohe Liquidität und sie hat grosse Reserven. Zudem existieren weder ausstehende Kredite noch ungenutzte Kreditlinien. Dank einer seit Jahren verfolgten, konservativen Geschäftspolitik hat die Firma keinerlei Klumpenrisiken und ist jederzeit in der Lage die Kundenmetalle vollumfänglich auszuzahlen.
Für das am 1. April gestartete Geschäftsjahr 2023/24 sind die Firmenleitung und der Verwaltungsrat verhalten optimistisch. Die Verantwortlichen glauben daran, dass die Ergebnisse des Vorjahrs, trotz Unwägbarkeiten leicht übertroffen werden können. Am meisten Sorgen bereiten der Geschäftsleitung die Anzahl sinkender Goldschmiede-Ateliers, die von den Inhabern meist altersbedingt aufgegeben werden, ohne dass eine Nachfolge gefunden werden kann.
Trotz den schwierigen Monaten während der Pandemie, schliesst die Jahresrechnung der Gyr Edelmetalle AG zufriedenstellend ab. Die Geschäftsleitung sieht mit verhaltenem Optimismus auf das laufende Jahr und freut sich auf Veränderungen im Markt.
Die Bruttoerträge der Gyr Edelmetalle AG sanken im per Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr von 7.1 Millionen, (inkl. a.o. Ertrag von 0.5 Millionen Franken) auf 6.3 Millionen Schweizer Franken. Die Anzahl abgewickelter Aufträge stieg dagegen von 41'367 auf 44'389, womit wieder das Niveau des Geschäftsjahres 2019/2020 vor Corona erreicht werden konnte.
Im Bereich Halbzeug, inklusive Guss und Rohlingen, konnten 40'581 Auftragspositionen ausgeliefert werden. Dies entspricht einer Steigerung von 8.4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die daraus resultierenden Bruttoerträge stiegen um 7 Prozent auf 2.24 Millionen Franken. Die Anzahl Recycling-Aufträge sanken im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3.59 Prozent auf 3353. Daraus resultiert ein um 2.04 Prozent höherer Bruttoertrag von 0.64 Millionen Franken. Die generell höheren Edelmetallnotierungen hatten leider keinen positiven Einfluss auf die angelieferten Scheidgutmengen, die Partien fielen kleiner aus.
Mehr Alliance-Ringe
Trotz der Pandemie, den ausgefallenen Hochzeits- und sonstigen Fachmessen, sowie der teilweise geschlossenen Geschäfte konnte die Anzahl verkaufter Alliance-Ringe um 3.8 Prozent gesteigert werden. Der daraus resultierende Bruttoertrag bleibt mit 0.15 Millionen Franken unverändert. Die Erträge aus dem An- und Verkauf der Edelmetalle verringerten sich trotz höherer Notierungen von 1.29 Millionen auf 1.05 Millionen Franken.
Dank etwas tieferem Betriebsaufwand konnte der Gewinn der Unternehmung gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden. Wie in den Vorjahren verfügt die Firma über eine sehr hohe Liquidität, grosse Reserven und ungenutzte Kreditlinien. Damit ist sie jederzeit in der Lage, die Kundenmetalle auszuzahlen.
Ausblick
Für das am 1. April begonnene, neue Geschäftsjahr bleiben der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung verhalten optimistisch. Die Situation in der Ukraine, höhere Energiekosten, steigende Inflationszahlen, eine drohende Rezession sowie steigende Zinsen geben nicht unbedingt Anlass zu grossem Optimismus. Es gibt aber auch Veränderungen im Markt, die uns positiv stimmen. Wir werden in einer den nächsten Gold’Or-Ausgaben darüber berichten.
Die Gyr Edelmetalle AG schloss das Corona-Geschäftsjahr per 31. März mit einem Ergebnis, das besser ausgefallen ist als erwartet. Die Bruttoerträge stiegen dank höherer Edelmetallkurse auf den Eigenbeständen um 5,4 Prozent auf 7,1 Millionen Schweizer Franken. Die Auftragspositionen von 41'367 blieben unverändert.
Die Anzahl gelieferter Halbzeugartikel stieg im Gegensatz zum Vorjahr um zwei Prozent auf 37'453 Positionen. Diese Zahl liegt aber immer noch 4,8 Prozent unter dem Jahresabschluss 2018/19. Die Bruttoerträge konnten – trotz altersbedingter, stetig sinkender Kundenzahl – knapp gehalten werden. Dies ergab einen Bruttoertrag von 2,09 Millionen gegenüber 2,17 Millionen Franken im Vorjahr.
Leider konnten wegen der geschlossenen Geschäfte 14,6 Prozent weniger Scheidgüter entgegengenommen werden. Da die angelieferten Partien bedeutend kleiner ausfielen, ergab sich daraus ein Bruttoertrag von 0,67 Millionen Franken. Aus dem Edelmetallhandel resultierte ein Bruttoertrag von 1,29 Millionen Franken – marginal unter demjenigen des Vorjahres.
Leicht tieferer Gewinn
In Anbetracht der Tatsache, dass die Mehrheit unserer Kunden während des vergangenen Geschäftsjahrs die Läden zwischen drei und vier Monaten schliessen mussten, konnte eine ähnliche Anzahl Alliance Ringe wie im Vorjahr geliefert werden. Daraus resultierte ein Bruttoertrag von 0,15 Millionen Franken. Es konnten nur wenige Alliance Ringe nach Deutschland geliefert werden. Trotz der schwierigen Umstände konnte die Firma einen Gewinn erwirtschaften, der aber unter demjenigen des Vorjahres liegt.
Die Gyr Edelmetalle AG ist gut positioniert. Sie verfügt neben substanziellen stillen Reserven, über grössere Eigenbestände und erhebliche, ungenutzte Kreditlinien, was ihr jederzeit ermöglichen würde, alle Kundenmetalle sofort auszuzahlen.
Ausblick auf das neue Geschäftsjahr
Die Mehrheit der Goldschmiede-Kundschaft war den Umständen entsprechen mit dem Geschäftsgang zufrieden. Die Tatsache, dass ihre Kunden nicht reisen konnten und sich auch sonst weniger Gelegenheiten boten, um Geld auszugeben, hatte den positiven Effekt, dass sich viele wieder etwas gönnen wollten. Während die Stimmung nach dem ersten Shutdown fast euphorisch war, kamen die Umsätze nach dem zweiten eher verhalten in Gang. Wir sind zuversichtlich, dass die gute Stimmungslage anhalten wird.
Für das Altgold- beziehungsweise das Recycling-Segment sind wir optimistisch. Sobald die pandemiebedingten Restriktionen aufgehoben und die Kurzarbeitsentschädigungen auf das frühere Niveau reduziert werden, wird sich bei den Konsumenten ein grösserer Finanzbedarf einstellen. Dieser wird teilweise durch den Verkauf von geerbtem oder nicht mehr getragenem Schmuck gedeckt werden können. Die hohen Edelmetallnotierungen bieten dafür die beste Gelegenheit.
Die Gyr Edelmetalle AG schloss das Geschäftsjahr 2019/20 per Ende März mit einem „noch“ erfreulichen Ergebnis ab. Obwohl die Auftragspositionen abgenommen haben, konnte der Bruttoertrag gesteigert werden.
Die Gyr Edelmetalle AG in Baar konnte im vergangenen Geschäftsjahr den Bruttoertrag von 5.8 auf 6.7 Millionen Schweizer Franken steigern. Die Auftragspositionen hingegen, sanken von 42'688 auf 41'267. Das Wachstum basiert auf einem erheblichen Anstieg der Recycling-Aufträge und einem Wachstum bei den Ringrohlingen.
Die Anzahl gelieferter Halbzeug-Artikel sank um 6.7 Prozent von 39'339 auf 36'702. Trotzdem resultierte daraus ein fast gleichbleibender Bruttoertrag von 2.17 Million Franken. Im Vorjahr waren es 2.15 Millionen. Die höheren Margen pro Artikel resultieren vor allem aus der grossen Nachfrage nach individuellen Ringrohlingen.
Recycling- und Handelsergebnis
Die Anzahl Recyclingaufträge stieg um 23 Prozent. Der Bruttoertrag konnte somit um 51 Prozent auf 0.9 Millionen Franken gesteigert werden. Dieses Wachstum ergab sich vor allem aus den höheren Edelmetallnotierungen und den grösseren Scheidgutpartien. Wegen konstanter Margen und der Tatsache, dass die Goldschmiede-Ateliers genügend Feinmetalle aus dem Ankauf generierten, konnte der Ertrag aus dem An- und Verkauf von Edelmetallen nicht mit der Anzahl Scheidgüter Schritt halten. Der Bruttogewinn wuchs um 4 Prozent auf 1.31 Millionen Franken.
Im vergangenen Geschäftsjahr baute die Gyr Edelmetalle AG ihr Alliance-Ring-Sortiment auf 297 verschiedene Modelle aus, die wie das gesamte Halbzeug- und Rohling-Sortiment, am Tag der Bestellung ausgeliefert werden können. Aus den Verkäufen wurden Erträge von 0.15 Millionen Franken erzielt. Das Resultat ist ähnlich wie im Vorjahr, das durch das Einführungsangebot gekennzeichnet war. Das zu 100 Prozent in der Schweiz hergestellte Sortiment soll in den nächsten Jahren unter der Marke „Swiss Jewels“ auch im Ausland angeboten werden. Dafür wurden die Alliance-Ringe an der Inhorgenta präsentiert.
Keine Kredite nötig
Die ersten zwei Wochen des Lockdowns fielen ins alte Geschäftsjahr und hatten keine grossen Auswirkungen auf das Ergebnis, da noch Aufträge vorhanden waren. Die im April und Mai erarbeitete Bruttomarge war positiv, da doch viele Kunden bestehende Aufträge erledigt oder Neuheiten produziert haben. Dank der substanziellen Eigenmittel wird die Firma auch bei schwächerem Geschäftsgang keine Corona-Kredite beanspruchen müssen. Es ist das Ziel und die Aufgabe des Unternehmens, seinen Kunden ein verlässlicher Partner zu sein und zu bleiben.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwierig für die nächsten zehn Monate eine Prognose zu erstellen. Trotz den Umständen sehen die Verantwortlichen der näheren Zukunft positiv und sogar mit etwas Optimismus entgegen. Die Entwicklung des Goldpreises und die zu erwartenden Recycling-Aufträge stimmen zuversichtlich. Wir sind davon überzeugt, dass die Konsumenten sich wieder vermehrt dem einheimischen Schaffen zuwenden und dieses schätzen werden. Wenn die Menschen nicht reisen können, geben sie vielleicht mehr für bleibende, emotionale Wertgegenstände aus.
Die Gyr Edelmetalle AG kann auf ein ausgewogenes Geschäftsjahr zurückblicken. Das Resultat hat sich als besser erwiesen, als im Voraus angenommen.
Im per Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr konnte die Gyr Edelmetalle AG einen Anstieg der Bruttoerträge von 5,3 auf 5,8 Millionen Schweizer Franken verzeichnen, was dem Bruttoertrag vor zwei Jahren entspricht. Die Anzahl Auftragspositionen stieg um 1,3 Prozent auf 42‘688. Das leichte Wachstum wurde wesentlich durch die Einführung des Alliance-Ring-Programms, positive Veränderungen in der Kundenstruktur und den Anstieg bei den Ring-Rohling-Lieferungen beeinflusst. Andere Bereiche waren hingegen rückläufig.
Die Anzahl gelieferter Halbzeug-Artikel stieg marginal um ein Prozent auf 39‘339. Dies ergab einen Bruttoertrag von 2,15 Millionen Franken. Im Vorjahr waren es 2,08 Millionen. Der Anstieg der Rechnungsbeträge ist bei konstanten Halbzeugerträgen (+ 0,8%) und schwachen Guss-Abrechnungen (-7,1%) auf das starke Wachstum bei den individuellen Ringrohling-Bestellungen zurückzuführen.
Stagnierende Recycling- und Handelserträge
Trotz geringerer Scheidgutmenge konnte der daraus erzielte Bruttoertrag in etwa auf dem Vorjahresniveau von 0,6 Millionen Franken gehalten werden. Der aus dem An- und Verkauf der Edelmetalle resultierende Bruttoertrag erlebte eine leichte Steigerung auf 1,26 gegenüber 1,18 Millionen Franken.
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte die Gyr Edelmetalle AG fast vier Millionen Franken in den Aufbau des Alliance-Ring-Programmes, das im laufenden Jahr auf 279 Modelle ausgebaut wird. Daraus resultierten in den letzten fünf Monaten erste Verkaufserfolge, die einen zusätzlichen Bruttoertrag von 0,15 Millionen Franken generierten. Die Firma hofft, dass sie den Ertrag aus diesem Bereich in den nächsten Jahren sukzessiv steigern und das Programm längerfristig unter dem Label „Swiss Jewels“ im Ausland verkaufen kann.
Aussichten für das kommende Jahr
Die Gyr Edelmetalle AG verfügt über eine solide Bilanz und Ertragslage. Dank dieser Konstellation und den substanziellen Eigenmitteln geniesst das Unternehmen bei der Aargauer Kantonalbank einen hohen Kreditrahmen, was ihm ermöglicht, allen Verpflichtungen sofort nachzukommen.
Obwohl die Geschäftsleitung für das vergangene Geschäftsjahr wenig optimistisch war und dieses besser abgeschnitten hat als zuvor angenommen, hoffen die Verantwortlichen, das erreichte Niveau der Bruttoerträge im angelaufenen Jahr halten zu können. Die altersbedingten Schliessungen von Bijouterien und Goldschmiede-Ateliers werden sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Mit den ab Lager lieferbaren Alliance-Ringen hofft die Gyr Edelmetalle AG, durch Verkäufe im In- und Ausland, einen Teil des Rückgangs abzufedern. Die getätigten Investitionen in die Infrastruktur, die Produktion in Keltern und das Marketing sollten bald Früchte tragen. Die Ringe sollen nicht nur dem Unternehmen alleine dienen, sondern auch seinen Kunden zu neuem Absatz verhelfen.
Das per 31. März abgeschlossene Geschäftsjahr der Gyr Edelmetalle AG folgte dem allgemeinen Branchentrend: Der Bruttoertrag ist geschmolzen.
Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Bruttoertrag der Gyr Edelmetalle AG auf 5,3 Millionen Franken, was einem Rückgang von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Anzahl Auftragspositionen reduzierte sich in der gleichen Periode um 2 Prozent auf 42‘688. Der Ertragsrückgang ist vor allem auf kleinere Bestellmengen für filigraneren Schmuck, geringere Scheidgutmengen und tiefere Handelserträge zurückzuführen. Aus diesen Gründen konnte das letztjährige positive Jahresergebnis nicht mehr erreicht werden.
Die Anzahl der Halbzeuglieferungen reduzierte sich um rund 2 Prozent auf 38‘962 Auftragspositionen. Der daraus resultierende Bruttoertrag verminderte sich auf 2,08 Millionen Franken, respektive um 2,9 Prozent. Trotz einem minimalen Rückgang bei den Bestellungen von Ringrohlingen resultierte in diesem Bereich ein Ertragsplus von 4,8 Prozent, da vermehrt individuelle Ringe bestellt wurden. Die deutlichste Abschwächung resultierte im Gussbereich, die Erträge sanken um 8,6 Prozent. Bei den Halbzeuglieferungen ergab sich trotz marginal mehr Bestellungen ein Ertragsminus von 3,5 Prozent, was auf kleinere Mengen pro Auftragsposition zurückzuführen ist.
Recycling-Mengen im Minus
Die Anzahl Recycling Aufträge sank im vergangenen Geschäftsjahr um 1,5 Prozent. Der daraus resultierende Bruttoertrag blieb unverändert bei 0,6 Millionen Franken. Der Bruttoerlös beim An- und Verkauf von Edelmetallen fiel um 17 Prozent. Dementsprechend sank der Erlös auf 1,18 Millionen Franken. Der starke Rückgang in diesem Bereich ist auf die kleineren Scheidgutmengen und auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Goldschmiede-Ateliers ihr angekauftes Altgold vermehrt zur Bezahlung von Lieferungen verwenden.
Das Eigenkapital, die einbehaltenen Gewinne sowie die stillen Reserven der Gyr Edelmetalle AG übersteigen die Edelmetallverbindlichkeiten bei unseren Kunden deutlich. Sämtliche Kundenguthaben können jederzeit ausbezahlt werden.
Blick aufs neue Geschäftsjahr
Bei stabilen Edelmetallnotierungen rechnet die Firma im angestammten Geschäftsbereich mit einem Rückgang der Bruttoerträge um rund fünf Prozent. Zum Nutzen unserer Kunden haben wir das Sortiment massiv ausgebaut. Dies ist auch im neuen Katalog ersichtlich, der kurz vor Jahresende versandt wurde. Dank der substantiellen Neuinvestitionen in den Bereich Alliance-Ringe, erhofft sich die Firma Zusatzerträge zu erzielen, die das Geschäftsergebnis verbessern werden. Gleichzeitig erwarten die Verantwortlichen, dass die Kunden damit ein attraktives Zusatzgeschäft generieren können. Eine massive personelle Verstärkung in der Gemeinschaftsfirma Burger & Gyr in Keltern wird zu zusätzlichen Impulsen für die Kundschaft führen.
Das Geschäftsjahr der Gyr Edelmetalle endete am 31. März. Während Halbzeughandel und Recycling rückgängig waren, entwickelte sich der Edelmetallhandel positiv. Das Unternehmen kann ein gutes Schlussergebnis vermerken.
Das Geschäftsjahr 2016/2017 verlief vergleichsweise ruhig. Dass in der Goldschmiedebranche keine grösseren negativen Ereignisse wie Konkurse verzeichnet werden mussten, trug zum positiven Ergebnis der Gyr Edelmetalle AG bei. Der Gesamtertrag betrug 5,8 Millionen Schweizer Franken. Die Anzahl der Auftragspositionen sank um 0,6 Prozent auf 43‘473.
Beim Halbzeughandel musste ein Rückgang verzeichnet werden: Im zweiten Semester des per 31. März abgelaufenen Geschäftsjahres gingen sowohl die Anzahl Auftragspositionen wie auch die daraus erarbeitete Bruttomarge deutlich zurück. Positive Zahlen des ersten Semesters drehten im zweiten ins Negative. Die Anzahl gelieferter Positionen sank um 1,2 Prozent auf 39‘691 und der Ertrag sank um 4,4 Prozent auf 2,14 Millionen Franken für das gesamte Geschäftsjahr. Während bei den Ringrohlingen ein hohes einstelliges Umsatzwachstum verbucht werden konnte, war bei den Güssen ein ähnlicher Rückgang zu verzeichnen. Der Umsatzrückgang bei den restlichen Halbzeugen lag bei 1,2 Prozent. Die Gründe für die rückläufigen Zahlen sind im verstärkten Wettbewerb, in der Zurückhaltung der Konsumenten und in einer tieferen Kundenfrequenz zu sehen.
Minus beim Recycling
Obwohl die Zahl der Recyclingpositionen um 2,2 Prozent angestiegen war, sank die daraus erwirtschaftete Bruttomarge um 7,4 Prozent auf 0,6 Millionen Franken. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber den im ersten Semester verbuchten, positiven Zahlen. Das lag wohl an den tieferen Edelmetallnotierungen der letzten sechs Monate, die bei den Kunden der Gyr Edelmetalle zu geringeren Metallankäufen führten.
Beim Edelmetallhandel hingegen kann eine positive Entwicklung vermeldet werden. Dank einer Verlagerung von grösseren zu kleineren Scheidgutpartien und einer Steigerung des Edelmetallumsatzes um 10,4 Prozent konnte die durch den Ankauf und Verkauf der Edelmetalle erwirtschaftete Bruttomarge auf 1,42 Millionen Franken gesteigert werden.
Hohe Eigenkapitalausstattung
Die bis anhin in der Firma einbehaltenen Gewinne haben zur Folge, dass das Unternehmen über ein sehr hohes Eigenkapital verfügt. Die Edelmetallverbindlichkeiten gegenüber den Kunden sind durch das Umlaufvermögen zweifach gedeckt. Die liquiden Mittel und Kreditlinien bei den Banken würden ausreichen, um sämtliche Kundenverpflichtungen innert kürzester Frist auszuzahlen, ohne dass die Firma ihre Lagerbestände reduzieren müsste.
Sollten die Edelmetallnotierungen im neuen Geschäftsjahr auf dem aktuellen Niveau verbleiben, rechnen die Verantwortlichen der Gyr Edelmetalle trotz einer reduzierten Bruttomarge von zirka fünf Prozent mit einer positiven Ertragsentwicklung bis Ende März 2018. Das Augenmerk liegt darauf, dass die Firma zum Erfolg ihrer Kunden beitragen kann. Deshalb wird weiterhin in den Maschinenpark, in das Internet und in Sortimentserweiterungen investiert.
Das per 31.3.2016 abgelaufene Geschäftsjahr war nicht nur von der Eurothematik, sondern auch von den Konkursen des wichtigsten Mitbewerbers und zweier renommierten Giessereien sowie dem Markteintritt drei neuer Edelmetalllieferanten gekennzeichnet.
Die Ereignisse des vergangenen Geschäftsjahres hatten einen Anstieg der Bruttoerträge der Gyr Edelmetalle AG um rund 10.6% auf 5.6 Mio. Franken zur Folge. Die Anzahl Auftragspositionen erhöhte sich von 40‘194 auf deren 43‘746.
Leichtes Wachstum beim Halbzeughandel
Während die Anzahl Auftragspositionen im Halbzeugbereich für Güsse, Rohlinge, Bleche, Drähte etc. um 10.44% auf 40‘173 Lieferpositionen stieg, erhöhte sich die Bruttomarge in diesem Bereich „nur“ um 9.4% auf 2.2 Mio. Franken. Besonders positiv wirkten sich die Investitionen in unsere eigene Ringrohlings-Produktion aus, wo die Aufträge um 14.5% gesteigert werden konnten.
Weiterer Rückgang bei Recycling-Volumen und -Aufträgen
Im Geschäftsjahr 2015/16 sank die Anzahl Recycling-Aufträge um 6.4% auf 3‘573. Das waren u.a. 2.7 Tonnen Altgold – kein Vergleich mit den 10.7 Tonnen Gold und 20 Tonnen Altsilber, das die Firma im Geschäftsjahr 2012 im eigenen Werk abwickelte. Der Rückgang bei den anderen Edelmetallen war prozentual substantieller, in der Summe aber weniger bedeutend. Die daraus resultierende Bruttomarge aus Dienstleistungserlösen betrug Fr. 0.64 Mio.
Bessere Margen beim Edelmetallhandel
Trotz eines um 6.0% gesunkenen Umsatzes beim Edelmetallhandel stieg die daraus realisierte Marge um 9.3% auf Fr. 1.25 Mio. Das bessere Ergebnis in diesem Bereich ist auf kleinere Mengen bei den einzelnen Altgoldpartien zurückzuführen.
GOLD’OR hält sich gut
Die Fachzeitschrift konnte sich dem allgemeinen Trend nicht entziehen und erzielte einen Umsatz von 800'000 Franken, was 3.0% unter dem Vorjahr liegt. Daraus resultierte trotz allem ein positives Ergebnis.
Verbesserte Eigenkapitalausstattung trotz Rückschlägen
Sehr positiv wirkten sich die Erholung der Edelmetallnotierungen und der im 2. Halbjahr eingetretene Auftragsaufschwung auf das Endergebnis der Firma aus. Negative Auswirkungen auf den Gewinn hatte der beim Konkurs der beiden Giessereien erlittene Nettoverlust. Trotzdem wird die Gyr Edelmetalle AG nach der Generalversammlung über leicht gestiegene Eigenmittel verfügen. Mit 39.7 Millionen Schweizer Franken machen diese nun 62.8% der Bilanzsumme aus. Die Guthaben der Kunden könnten mit dem Wert des Umlaufvermögens zweimal umgehend ausbezahlt werden.
Korrekte Abrechnungen der Mehrwertsteuer
Unsere Praxis der MwSt-Abrechnung wurde von der Eidgenössischen Steuerverwaltung zum wiederholten Male - und dieses Mal offiziell und schriftlich - als absolut korrekt bestätigt. Im Gegensatz dazu hat die ESTV eine Millionenforderung zu Lasten des verbliebenen Vermögens unseres konkursiten Mitbewerbers angemeldet. Dies wird leider eine massive Reduktion der Auszahlungen an die restlichen Gläubiger zur Folge haben.
Ein Blick in die Zukunft
Trotz des Konkurses unseres Mitbewerbers und wegen des stetig schrumpfenden Marktes sowie neuer Konkurrenz erwarten wir für das neue Geschäftsjahr eine um ca. 8% reduzierte Bruttomarge. Der laufende Strukturwandel wird in den nächsten zehn Jahren leider anhalten.
Mit neuen Angeboten und Sortimentsergänzungen wollen wir auch in Zukunft für unsere Kunden ein attraktiver und zu verlässiger Partner sein. Die vor einem Jahr formulierte Strategie „Back to the Roots“ war ein Erfolg und wird weiter verfolgt.
Die Gyr Edelmetalle AG konnte auch im per 31.3.2015 abgeschlossenen Geschäftsjahr wegen des kontinuierlich gesunkenen Altgold- und Altsilbergeschäftes den Rückgang der Bruttomarge nicht aufhalten. Diese sank um 10.5% auf 2.6 Mio. Schweizer Franken.
Recycling stark reduziert
Die Anzahl Aufträge sank in diesem Bereich nochmals von 5‘582 auf 3‘670 Partien. Etwas weniger stark, nämlich um 30%, sank die daraus erarbeitete Bruttomarge und erreichte noch gut Fr. 0.55 Mio.
Halbzeuggeschäft mit Kontinuität
Während bei den fakturierten Aufträgen mit 36‘387 Artikelpositionen ein Rückgang von 3.8% zu verzeichnen war, blieben die daraus erzielten Bruttoerträge auf dem Vorjahresniveau von Fr. 2.05 Mio.
Reduzierte Handelsmargen
Im Gleichschritt mit der Umsatzreduktion, verursacht durch die massive Reduktion der Recyclingmengen, sank auch die Handelsmarge. Sie stellt aber immer noch einen wichtigen Ertragspfeiler der Firma dar.
GOLD’OR
Die einzige Fachzeitschrift der Schmuck- und Uhrenbranche mit bezahlenden Abonnenten konnte ihren Umsatz von 850'000 Schweizer Franken halten und auch im 20. Jahr ihres Bestehens ein positives Ergebnis erzielen.
„Back to the Roots“ für die Zukunft
Für die nächsten Jahre rechnen wir mit kontinuierlich sinkenden Erträgen in unserem Kerngeschäft. Dies schreiben wir einerseits der demographischen Entwicklung der Goldschmiedebranche zu, andererseits dem hohen Schweizer Franken, der das Kaufverhalten im Schmuckbereich negativ beeinflussen wird. Um die Firma trotz reduzierten Erträgen weiterhin in der Gewinnzone zu halten, wurden im Geschäftsjahr 2014/15 verschiedene Massnahmen eingeleitet. So wurden unter anderem die natürlichen Abgänge nicht mehr ersetzt. Auch und in der Führungsstruktur wurde mit der Trennung vom Geschäftsführer eine Anpassung vorgenommen. Gleichzeitig hat die Unternehmung diverse Investitionen getätigt, die ihren Kunden direkten Nutzen bringen sollen: In der hauseigenen Ringproduktion können heute individuelle Ringrohlinge innerhalb von 24 Stunden produziert werden. Mit der Erweiterung des bereits umfangreichen Sortiments durch die Legierung Rotgold Extra 6N wurde einem Trend von Seiten der Endkonsumenten Rechnung getragen. Mit der neuen Website und dem neu eingeführten Gyrboard bietet die Gyr Edelmetalle AG ausserdem neu ein Arbeitswerkzeug an, welches ihren Kunden wesentliche Erleichterungen und wertvolle Informationen für die täglichen Arbeit bietet.
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten wir unsere Eigenkapitalbasis weiter stärken - mittlerweile beläuft sich diese auf 39 Millionen Schweizer Franken, was im direkten Marktvergleich absolut herausragend ist.
Mit grosser Sorge beurteilen wir die unterschiedliche Mehrwertsteuer-Handhabung im Wettbewerb und deren mögliche Konsequenzen auf die ganze Branche. Die bei uns im Jahre 2013 vorgenommene Mehrwertsteuer-Kontrolle bescheinigte uns eine korrekte, einwandfreie Buchführung. Dies wurde der Gyr Edelmetalle AG auch in den Folgejahren seitens der obersten Stellen der Eidgenössischen Steuerverwaltung wiederholt bestätigt. Da wir von einer Rechtsgleichheit im Schweizer Steuergesetz ausgehen, liegt der Umkehrschluss nahe, dass zu unserer Praxis abweichende Handhabungen nicht korrekt sind. In der Konsequenz ist davon auszugehen, dass eine Nachforderung seitens der Steuerverwaltung gegenüber Wettbewerbern, welche mehrwertsteuerfrei abrechnen, in Zukunft fällig sein wird. Es ist zu hoffen, dass Betroffene in der Lage sein werden, ihrer mehrjährigen Steuerschuld in der erforderten raschen Fälligkeit nachzukommen und damit Kunden und Lieferanten von Schaden zu bewahren.