Schweizer Zuverlässig­keit für die
Profis der Schmuck­branche

25.01.2022

Überblick über den Verhaltenscodex des RJC (COP)

Der Code of Practices (COP) des Responsible Jewellery Council (RJC) definiert die Anforderungen für die Einführung verantwortungsvoller Geschäftspraktiken in der gesamten Schmucklieferkette.

Der COP bietet einen gemeinsamen Standard für ethische, soziale, menschenrechtliche und ökologische Praktiken und wird immer wichtiger in der Branche. Er stellt sicher, dass ein Unternehmen seine Geschäfte verantwortungsvoll führt. Noch wichtiger ist, dass die COP-Zertifizierung die Risiken und Schwachstellen in der Lieferkette eines Unternehmens verringern und die Managementsysteme und Betriebsverfahren verbessern kann. Eine Prüfung durch Dritte ist für RJC-Mitglieder alle drei Jahre obligatorisch. Der Auditor überprüft vor Ort ob die vorhandenen Systeme und Betriebsverfahren mit dem COP übereinstimmen und erstellt dazu einen Auditbericht, welcher vom RJC geprüft wird.

Der Anwendungsbereich umfasst alles Sektoren der Lieferketten für Gold-, Silber-, Platin-, Palladium-, Diamant- und Farbedelsteinschmuck und kann auf alle Unternehmensgrössen angewandt werden. Der COP besteht aus 42 Bestimmungen, die speziell auf Unternehmen zugeschnitten sind und sechs allgemeine Ziele erfüllen sollen:

  1. Verbesserung der Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Vorschriften, Stärkung der öffentlichen Berichterstattung und Sicherung des Engagements für verantwortungsbewusste Geschäftspraktiken.
  2. Verstärkter Einsatz von Due Diligence in Lieferketten zur Wahrnehmung der Menschenrechte, zur Unterstützung der Gemeindeentwicklung, zur Förderung der Korruptionsbekämpfung und zum Management von Beschaffungsrisiken.
  3. Bessere Einhaltung internationaler Arbeitsübereinkommen und Gewährleistung verantwortungsvoller Arbeitsbedingungen.
  4. Zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit von Menschen und Umwelt und zur effizienten Nutzung natürlicher Ressourcen.
  5. Angemessene Kontrolle und Offenlegung von Informationen über Produkte, um irreführende oder betrügerische Marketingpraktiken zu vermeiden.
  6. Gewährleistung verantwortungsvoller Explorations- und Bergbaupraktiken, die potenziell betroffenen Gemeinschaften und die Umwelt von nachteiligen Auswirkungen schützen.