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19.05.2017

Befriedigendes Geschäftsjahr mit positivem Abschluss

Das Geschäftsjahr der Gyr Edelmetalle endete am 31. März. Während Halbzeughandel und Recycling rückgängig waren, entwickelte sich der Edelmetallhandel positiv. Das Unternehmen kann ein gutes Schlussergebnis vermerken. 

Das Geschäftsjahr 2016/2017 verlief vergleichsweise ruhig. Dass in der Goldschmiedebranche keine grösseren negativen Ereignisse wie Konkurse verzeichnet werden mussten, trug zum positiven Ergebnis der Gyr Edelmetalle AG bei. Der Gesamtertrag betrug 5,8 Millionen Schweizer Franken. Die Anzahl der Auftragspositionen sank um 0,6 Prozent auf 43‘473.

Beim Halbzeughandel musste ein Rückgang verzeichnet werden: Im zweiten Semester des per 31. März abgelaufenen Geschäftsjahres gingen sowohl die Anzahl Auftragspositionen wie auch die daraus erarbeitete Bruttomarge deutlich zurück. Positive Zahlen des ersten Semesters drehten im zweiten ins Negative. Die Anzahl gelieferter Positionen sank um 1,2 Prozent auf 39‘691 und der Ertrag sank um 4,4 Prozent auf 2,14 Millionen Franken für das gesamte Geschäftsjahr. Während bei den Ringrohlingen ein hohes einstelliges Umsatzwachstum verbucht werden konnte, war bei den Güssen ein ähnlicher Rückgang zu verzeichnen. Der Umsatzrückgang bei den restlichen Halbzeugen lag bei 1,2 Prozent. Die Gründe für die rückläufigen Zahlen sind im verstärkten Wettbewerb, in der Zurückhaltung der Konsumenten und in einer tieferen Kundenfrequenz zu sehen.

Minus beim Recycling

Obwohl die Zahl der Recyclingpositionen um 2,2 Prozent angestiegen war, sank die daraus erwirtschaftete Bruttomarge um 7,4 Prozent auf 0,6 Millionen Franken. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber den im ersten Semester verbuchten, positiven Zahlen. Das lag wohl an den tieferen Edelmetallnotierungen der letzten sechs Monate, die bei den Kunden der Gyr Edelmetalle zu geringeren Metallankäufen führten.

Beim Edelmetallhandel hingegen kann eine positive Entwicklung vermeldet werden. Dank einer Verlagerung von grösseren zu kleineren Scheidgutpartien und einer Steigerung des Edelmetallumsatzes um 10,4 Prozent konnte die durch den Ankauf und Verkauf der Edelmetalle erwirtschaftete Bruttomarge auf 1,42 Millionen Franken gesteigert werden.

Hohe Eigenkapitalausstattung

Die bis anhin in der Firma einbehaltenen Gewinne haben zur Folge, dass das Unternehmen über ein sehr hohes Eigenkapital verfügt. Die Edelmetallverbindlichkeiten gegenüber den Kunden sind durch das Umlaufvermögen zweifach gedeckt. Die liquiden Mittel und Kreditlinien bei den Banken würden ausreichen, um sämtliche Kundenverpflichtungen innert kürzester Frist auszuzahlen, ohne dass die Firma ihre Lagerbestände reduzieren müsste.

Sollten die Edelmetallnotierungen im neuen Geschäftsjahr auf dem aktuellen Niveau verbleiben, rechnen die Verantwortlichen der Gyr Edelmetalle trotz einer reduzierten Bruttomarge von zirka fünf Prozent mit einer positiven Ertragsentwicklung bis Ende März 2018. Das Augenmerk liegt darauf, dass die Firma zum Erfolg ihrer Kunden beitragen kann. Deshalb wird weiterhin in den Maschinenpark, in das Internet und in Sortimentserweiterungen investiert.