Schweizer Zuverlässig­keit für die
Profis der Schmuck­branche

05.07.2017

Sicherheitsseminar

"Reaktionen können trainiert werden", sagt Remo Michel von FP2 Security Solutions im Interview.

In Zusammenarbeit mit FP2 Security Solutions organisiert die Gyr Edelmetalle AG in sieben Schweizer Städten ein Seminar zum Thema Sicherheit. Dank langjähriger Erfahrung im Bereich Beratung und Sicherheitstraining ist das Unternehmen der optimale Partner für diesen Event. Geschäftsführer Remo Michel erzählt, was die Teilnehmenden erwarten dürfen.


Remo Michel, worum geht es in diesem Sicherheitsseminar genau und wie gestaltet sich der Tagesablauf?

Remo Michel: Wir unternehmen mit den Teilnehmenden eine informative Rundreise durch relevante Sicherheitsthemen mit grossem Praxisbezug. Methodisch lösen sich in jedem der vier Module Referate, Gruppendiskussionen, Praxisbeispiele und/oder Demonstrationen ab. Inhaltlich kann ich so viel verraten:

In Modul 1 thematisieren wir die Grundlagen der physischen Sicherheit. Die Teilnehmer erkennen, wie professionelle (physische) Sicherheit funktioniert. Dabei geht es um diverse Komponenten und was diesbezüglich von den Lieferanten erwartet werden kann. Die Teilnehmer lernen, sicherheitstechnische Schwachstellen zu erkennen und eine Risikoanalyse zu erstellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies für ein Geschäft mit einer oder mehreren Personen oder sonstige physische Schutzziele ist.

Im Modul 2 geht es um vorbeugende Massnahmen zur Risikominimierung. Da die Teilnehmer nach Modul 1 wissen, mit welchen Mitteln Sicherheit erlangt werden kann, wird hier konkret aufgezeigt, wie man die Schwachstellen mittels eines individuellen Sicherheitskonzepts minimieren kann.

Das Modul 3 beschäftigt sich mit dem korrekten Verhalten in Ausnahmesituationen wie Raub oder Diebstahl(verdacht). Die Frage, was, wie und weshalb tun, wenn etwas passiert, wird hier geklärt und praktisch vorgeführt. Ebenso wird aufgezeigt, wie die Gegenseite, also der Räuber oder Dieb, funktioniert.

Modul 4 erläutert die möglichen Folgen eines Ereignisses für direkt Beteiligte, wie auch indirekt Betroffene. Unmittelbar danach aber auch mittel- und langfristig nach einem solchen Ereignis, finden nämlich diverse Prozesse mit möglichen Negativwirkungen statt, die nach deren Akzeptanz besser verstanden und verarbeitet werden können.


An dieses Seminar sind Fachleute aus dem Uhren- und Schmuckbereich eingeladen. Die Themen beziehen sich aber nicht nur auf den Arbeitsalltag in dieser Branche.

Das ist richtig. Der Anlass ist inhaltlich so ausgelegt, dass grundsätzlich jedermann, der in irgendeiner Form Personen und Objekte schützen will, profitieren kann. Wir legen zwar Wert auf branchenspezifische Themen. Bei genauerem Betrachten sind diese aber auf verschiedene Bereiche übertragbar.


Goldschmiede und Bijoutiers sind naturgemäss einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Inwiefern schärft der Besuch des Seminars das Sicherheitsbewusstsein und welche Vorteile können die Teilnehmer daraus ziehen?

Wer sowohl über die eigenen, wie auch die Möglichkeiten der Gegenseite Bescheid weiss, verfügt über eine grundlegende Kompetenz, bestmöglich für seine Sicherheit zu sorgen. Nach diesem Tag haben die Beteiligten gelernt, wie man sich gegen unerwünschte Ereignisse bestmöglich schützen kann, was zu tun ist, wenn doch mal etwas passiert, sowie was danach zu erwarten ist und wie man damit umgehen kann.


„Sicherheit ist persönlich. Sicherheit ist emotional. Sicherheit ist individuell.“ Diesen Leitsatz liest man auf Ihrer Webseite (www.fp2.ch). Was ist damit konkret gemeint?

Jeder Mensch hat eigene Werte, Toleranzen, Akzeptanzen und Wünsche, die in sein Sicherheitsempfinden einfliessen. Was für den Einen bereits sehr gefährlich ist, ist für andere noch absolut gefahr- oder gar belanglos. Sicherheit liegt also in gewissem Masse im Auge des Betrachters. Aber wenn sie gefährdet ist, reagieren die meisten Menschen nicht mehr rational, sondern emotional, was oft den gewünschten Effekt verfehlt. Diese Reaktionen können aber verändert und trainiert werden, so dass sich die Chance, einen gewünschten Effekt zu erzielen, massiv erhöht.


Werden Sie auch konkrete Hilfsmittel vorstellen?

Viele Tipps und Tricks wie Verhaltens- oder Organisationsvorschläge sind eher strategischer oder taktischer Natur. Diese werden visualisiert oder demonstriert. Technisch anspruchsvollere Hilfsmittel wie Alarmanlage, Safes und Schliesssysteme werden nicht vorgestellt. Kleinere technische Hilfsmittel, wie beispielsweise Nottaster, GPS-Tracker, Notfallset, oder Anti-Pfefferspray-Wirkstoff werden wir mitbringen. Eine „Materialschlacht“, oder Produkteschau soll jedoch vermieden werden, denn Dinge können für die Sicherheit immer nur so gut sorgen, wie die Person, die sie angeschafft hat, die über Sicherheit Bescheid weiss und die diese Gegenstände  richtig einsetzen kann.


Anmeldung

Möchten Sie auf den neusten Stand sein, was das Thema Sicherheit betrifft und sind Sie vom Programm überzeugt? Es hat noch freie Plätze! Anmeldung unter www.gyr.ch/anmeldung. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!